Eine aktuelle repräsentative Umfrage des renommierten Instituts Forsa macht deutlich, dass die deutsche Bevölkerung sich mehrheitlich ernste Sorgen über den jüngst beschlossenen Euro Rettungsschirm macht. Die stattliche Summe von 750 Milliarden Euro, um die es dabei immerhin geht, lässt laut Umfrage kaum einen Deutschen kalt. Am wenigsten besorgt sind noch die jüngeren Bürger im Land.
Die repräsentative Forsa Umfrage hat im Auftrag des Magazins stern mehr als tausend Bundesbürger verschiedener Altersklassen um ihre Meinung gebeten. Hinsichtlich der Frage nach möglicherweise fällig werdenden Zahlungen von Deutschland an den EU Rettungsschirm äußerten sich 60 Prozent der Interviewten als besorgt beziehungsweise sehr besorgt, 23 Prozent immerhin noch als etwas besorgt. Eine große Mehrheit von 83 Prozent hat also durchaus Sorgen.
Keine oder nur sehr wenig Sorgen machen sich hingegen nur 14 Prozent. Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass die meisten Bürger innerhalb der deutschen Bevölkerung sich ernste Gedanken über eventuelle Zahlungsverpflichtungen für Deutschland machen, die aus dem Euro Rettungsschirm in Zukunft entstehen könnten. Der deutsche Staat als Nettozahler für die EU scheint in den Köpfen der Menschen also durchaus präsent zu sein.
Die Tatsache, dass die jüngeren Bürger sich weniger Sorgen um solche Zahlungen machen, wird dem Umstand zugeschrieben, dass Deutsche im Alter über dreißig Jahren im Bezug auf Finanzkrisen schon durch einschlägige Erfahrungen geprägt sind. Diese negativen Erlebnisse machen die ältere Generation aufmerksamer für wirtschaftliche Probleme des Staates als ihre jüngeren Mitbürger. Außerdem haben die Älteren meist mehr zu verlieren, da sie sich im Gegensatz zur Jugend bereits eine materielle Existenz aufgebaut haben.


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